… ist man als Besitzer in den meisten Fällen nicht gerade entzückt und oftmals auch völlig ratlos. Denn aus welchem Grund eine Katze plötzlich in die Wohnung pullert ist nicht immer augenblicklich ersichtlich. Spätestens wenn man zum fünfzigsten Mal mit Essigwasser und Lappen das Pfützchen entfernt was der Stubentiger vor den entsetzten Augen des Halters hinterlassen hat platzt auch dem geduldigsten Tierfreund langsam der Kragen. Man muss allerdings beachten dass eine Unsauberkeit immer ein dringend zu beachtendes Signal dafür ist, dass mit der Katze gesundheitlich oder seelisch etwas nicht ganz in Ordnung ist.
Es gilt zuerst auszuschließen, dass die Katze vielleicht körperlich erkrankt sein könnte. Eine Blasenentzündung ist auch für Samtpfoten sehr schmerzhaft. Vielfach werden die Schmerzen beim Wasserlassen im Katzenklo mit dem Klo an sich verbunden und die Katze probiert sich in ihrer Not durch unterschiedliche Alternativplätze, von denen natürlich keiner die ersehnte Erleichterung bringen kann.
Ein Besuch beim Tierarzt ist das erste Mittel der Wahl – vor allem wenn die Katze sich auffällig ausgiebig auf warmen Liegeplätzen aufhält, zum Beispiel der Heizung. Erst danach sollten andere Gründe in Betracht gezogen werden. Das Markieren des Reviers ist bei geschlechtsreifen Katern natürliches Verhalten; hier schafft die Kastration oftmals Abhilfe. Katzen sind sensible Tiere die auf Veränderungen reagieren; bei manchen Spitzohren ist die Toleranzgrenze relativ niedrig und es reicht eine kleine Veränderung im Haushalt um sie aus dem Gleichgewicht zu bringen. Es kann der Verlust eines Familienmitglieds, ein neuer Lebenspartner, eine Renovierung, andere Möbel oder das Verschieben eben dieser sein; eine schimmelige Stelle die sich bisher unbemerkt hinter der Tapete verborgen hatte – oder auch der falsche Standort des Katzenklos, mangelnde Hygiene, eine Streu welche nicht akzeptiert wird oder schlicht ein Katzenklo zu wenig.
Es ist sinnvoll nachzuvollziehen was sich seit Beginn der Unsauberkeit der Katze im Haushalt geändert haben könnte und diese Faktoren nach und nach auszuschließen. Oft reicht ein Umstellen der Katzentoilette, eine andere Katzenstreu; manche Samtpfoten bevorzugen unterschiedliche Toiletten für verschiedene Geschäfte. Nicht zu vernachlässigen ist die Gesellschaft der Katzen. Einzeltiere drücken ihre Einsamkeit manchmal durch Protestpinkeln aus; ebenso Katzen, die im Gruppengefüge sehr dominant oder unterdrückt sind.
Zeitweilig kann ein Pheromonstecker unterstützend wirken; ist jedoch ein Tier mit der Lebenssituation offensichtlich unglücklich sollte diese überdacht werden.
geschrieben von Stefanie Feldhoff
(Bild: Stefan Bayer / pixelio.de)















