Schafe aus Schweden – das Gotländische Pelzschaf

Das Gotländische Pelzschaf gehört zu den Hausschafrassen (Pelzschafe) und wird vor allem in seiner Urheimat Schweden gehalten. Aber auch in Deutschland, Dänemark und den Niederlanden gibt es Bestände der Schafe, die zu den nordischen Kurzschwanzschafen gehören. Das Gotländische Pelzschaf ist nicht mit dem Gute- oder Gotlandschaf zu verwechseln.

Gotländisches Pelzschaf – Ursprung und Zucht

Das Gotländische Pelzschaf stammt ursprünglich aus Schweden und entstand aus den Freiweideschafen Gotlands.

Gotländisches Pelzschaf – Aussehen & Erscheinungsbild

Das kleine bis mittelgroße Schaf trägt silbergraue bis dunkelbraune Wolle. An Kopf und Beinen befindet sich keine Wolle. Diese Körperteile besitzen kurze schwarze Haare oft mit weißen Abzeichen. Die Klauen sind pigmentiert.

Die Lämmer des Gotländischen Pelzschafs tragen bei der Geburt schwarzes Vlies, werden jedoch in den meisten Fällen bis zum zweiten Lebensmonat hellsilbergrau. Einige Lämmer bleiben jedoch auch schwarz. Heute sind die Schafe durch Zucht meist hornlos, ausgeprägte Hörner (bei den Böcken) sind bei den alten Zuchttypen zu finden.

Gotländische Pelzschafe erreichen eine Größe von 65 bis 70 Zentimeter (Schaf) und 75 Zentimeter (Bock). Dabei erreichen sie ein Lebendgewicht von 60 bis 70 Kilogramm (Schaf) und 80 bis 90 Kilogramm (Bock).

Gotländisches Pelzschaf – Verhalten & Merkmale

Die genügsamen, robusten Pelzschafe stellen nur geringe Ansprüche an Futter und Haltung. Sie gelten gemeinhin als wetterhart, langlebig, fruchtbar und temperamentvoll.

Das Brunstverhalten der Schafe ist saisonal ausgeprägt und beschränkt sich in der Regel auf die Zeit von November bis Dezember. Geboren werden oft Zwillingslämmer, manchmal auch Drillinge, die nach sechs bis sieben Monaten ein Gewicht von 35 bis 45 Kilogramm erreichen.

Gotländisches Pelzschaf – Verwendung & Einsatzgebiete

Gotländische Pelzschafe werden mindestens einmal, manchmal auch zweimal jährlich geschoren und liefern einen Wollertrag von vier bis sechs Kilogramm pro Jahr. Früher wurde die Wolle während des Fellwechsels selbst abgestoßen, allerdings hat sich dies im Laufe der Zeit durch die Zucht verloren, so dass die Schur notwendig ist.

Die Wolle der Schafe eignet sich hervorragend zur Filzherstellung oder auch zum Spinnen.

(Bild: Gotlandsk pelsfaar von Marlene Thyssen unter der CC)

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