Gerade Menschen, die relativ umfangreiche Grünflächen besitzen, spielen oft mit dem Gedanken sich einige Schafe zu holen, die ihnen das ständige Rasenmähen abnehmen sollen. So einfach ist es leider nicht. Vor Anschaffung der Schafe muss einiges beachtet und in Erwägung gezogen werden.
Kamerunschafe sind Ihnen vielleicht aus diversen Streichelzoos bekannt. Diese robusten und zutraulichen Schafe eigenen sich auch hervorragend für die Hobbyhaltung, da sie nicht geschoren werden müssen. Dennoch stellt natürlich auch das Kamerunschaf Ansprüche an eine artgerechte Haltung.
Kamerunschafe – Platzbedarf
Bei Kamerunschafen rechnet man mit einem Platzbedarf von 1000 m² Grünfläche pro Tier, immer daran gemessen, dass das Land den Schafen ja auch während des ganzen Jahres ausreichend Grünfutter bieten muss. Je nach Untergrund kann auch eine Drainage zur “Trockenlegung” der Weide erforderlich sein.
Um dem Gras genügend Gelegenheit zum Nachwachsen zu geben, sollte die Weide unterteilt werden. Auch eine Einzäunung, z. B. mit mindestens einem Meter hohen Knotengitter mit engen Drahtabständen, ist notwendig.
Kamerunschafe weiden die Grünfläche nicht gleichmäßig ab, sondern lassen Pflanzen, die ihnen nicht behagen, auch schon einmal stehen. Als “Rasenmäher” eignen sich die Schafe daher nur bedingt. Beachten Sie, dass Sie die Grünfläche in jedem Fall nachmähen und unter Umständen auch düngen müssen. Etwaige Obstbäume auf der Weide sollten in Ihrem eigenen Interesse vor Verbiss durch die Schafe geschützt werden.
Kamerunschafe – Stall einrichten
Kamerunschafe sind recht unempfindlich gegen Kälte, benötigen aber dennoch einen trockenen und zugfreien Stall. Dies kann ein geschützter Unterstand oder auch ein Offenstall sein. Neben einer angemessenen Größe ist es sinnvoll, dass der Stall für die Kamerunschafe in jedem Fall verschlossen werden kann, um im Fall von Krankheiten oder Stallpflicht entsprechend reagieren zu können.
Kamerunschafe – Zusammenstellung der Herde
Schafe sind Herdentiere. Daher sind für eine artgerechte Haltung Gruppen von mindestens fünf Tieren erforderlich. Als empfehlenswert hat sich die Konstellation aus einem Bock und vier weiblichen Schafen erwiesen. Dabei sollte der Bock kastriert werden, wenn kein Nachwuchs erwünscht ist.
Futter?
Häufig reicht im Sommer das auf der Weide verfügbare Grünfutter aus. Es kann jedoch dennoch notwendig werden, Heu und Kraftfutter zufüttern zu müssen. Im Winter müssen die Schafe ausschließlich von Ihnen versorgt werden.
Was muss noch beachtet werden?
Für Kamerunschafe besteht eine Meldepflicht, die die Anmeldung beim Veterinäramt und der Tierseuchenkassen beinhaltet. Eine Einzeltierkennzeichnung mittels Ohrmarken plus entsprechendem Begleitpapier ist ebenfalls vorgeschrieben. Auch die Führung eines Betandsbuches kann notwendig sein. Sollten Sie sich für die Herdbuchzucht entscheiden, dann müssen zudem die entsprechenden gesetzlichen Anforderungen erfüllt werden.
Finanzieller Aspekt
Neben der Anschaffung und den täglichen Kosten für Ihre Kamerunschafe kommen noch regelmäßige Wurmkuren und andere tierärztliche Behandlungen hinzu, die in Ihr Budget für die Schafe miteingeplant werden müssen. Dazu gehört beispielsweise die Klauenpflege, aber auch Behandlungen durch den Tierarzt, einschließlich der notwendigen Impfungen, sind Kosten, die von Anfang an berücksichtigt gehören.
Denken Sie darüber nach, sich Kamerunschafe zu kaufen?
(Bild: (c) Maja Dumat / pixelio.de)
















Hallo,
obwohl auf meiner Weide saftiges Grün wächst, fressen meine Kammerunschafe z.Z nur das Moos das Gras beachten sie überhaupt nicht.
Was ist da los?? Muß ich mir Sorgen machen??