Mehr durch Zufall als Absicht bin auch ich, ehemals nur stolze Besitzerin von zwei durchgeknallten (Verzeihung ;-) ) aber durchaus liebenswerten Zwergkaninchenjungs sowie von drei Aquarien nun auch nicht auf den Hund, sondern auf die Katze gekommen. Dadurch sollte sich mein Leben schlagartig ändern.
Fische sind ja von Natur aus eher leise, heißt ja nicht zu Unrecht „stumm wie ein Fisch“ und meine Zwergkaninchen halten mich zwar auf Trab, aber sind, seit sie ins Außengehege umgezogen sind, auch eher unauffällig.
„Ein Hund sitzt neben dir, während du arbeitest, eine Katze sitzt auf deiner Arbeit“.
Nun, das trifft auch auf meine Mieze zu. Mit untrüglicher Sicherheit wird sich genau auf das Blatt Papier gesetzt, das ich gerade übersetzen will oder man springt direkt auf die Tastatur vom Laptop und legt sich dort schnurrend und mit aufforderndem Blick nieder. Beachtet man die Katze dann nicht, hört man einen Seufzer, natürlich nicht damit verbunden, dass der liebe Vierbeiner sein Hinterteil von der Tastatur hebt und sich daneben legt. Die Katze hochzunehmen und vom Laptop zu entfernen ist ebenso sinnlos, es wird sich einfach wieder daraufgelegt, natürlich verbunden mit einem triumphierenden Blick. Ist der Mieze das dann langweilig geworden und man ist in wilder Spiellaune, dann müssen alle irgendwie als Beutetiere verwertbaren Gegenstände daran glauben. Selbstredend das vorhandenes Katzenspielzeug nicht beachtet wird. Vor dem Einzug der Mieze war mein Büro vielleicht nicht immer aufgeräumt, aber es war zumindest alles vorhanden, was Frau im Alltag so braucht. Jetzt beginnt mein Tag damit, erst einmal unter dem Teppich und an anderen unmöglichen Orten nach meinen Kugelschreibern zu suchen. Na ja, Morgensport ist ja schließlich gesund. Und so wird es mir sicherlich nicht mehr langweilig.
Manchmal könnte man sie schon…, aber wenn sie dann wieder schnurrend am Schoß liegt und man mit großen Kulleraugen angesehen wird, ist alles vergessen. Man muss Katzen nun einmal nehmen wie sie sind.
















