Streifenhörnchen erfreuen sich als Haustiere steigender Beliebtheit. Allerdings ist nicht jedes Tier, das im Zoofachhandel angeboten wird, auch wirklich ein Streifenhörnchen. Am weitesten verbreitet ist wohl das sibirische Streifenhörnchen, Burunduk, das wir uns in diesem Artikel ein wenig genauer ansehen werden.
Allgemeines
Der Burunduk (Eutamias sibiricus) lebt in Waldgebieten von Nordfinnland bis Nordjapan und besitzt gut entwickelte Augen, durch die es sogar Farben sehen kann. Wichtig zu wissen ist auch, dass der Burunduk im Gegensatz zu anderen Nagern Winterruhe hält, auf die auch bei der Haltung als Haustier Rücksicht genommen werden muss.
Sibirisches Streifenhörnchen – Aussehen
Der Burunduk erreicht eine Größe von 13 bis 17 Zentimeter, zuzüglich acht bis elf Zentimeter Schwanz. Ein Gewicht um die 125 Gramm ist üblich, jedoch kommen besonders in der Heimtierhaltung auch schwerere Tiere vor.
Das Fell des sibirischen Streifenhörnchens ist rau und kurz, der Braunton des Fellkleides variiert je nach Region und kann von grau- über gelb- bis hin zu rotbraun reichen. Die Unterseite und die Flanken sind heller gefärbt, der Rücken ist längsgestreift mit fünf schwarzbraunen und vier hellen breiten Streifen. In der Augengegend und am Schwanz befinden sich schmale dunkle Streifen.
Die Ohren sind klein und Rund, Zehen und Fußballen erscheinen polsterartig und die Füße besitzen kurze, stark gekrümmte, scharfe Krallen. Die gut ausgebildeten Backentaschen weisen darauf hin, dass es sich bei dem Burunduk um ein Backenhörnchen handelt. Alles in allem ähnelt das Erscheinungsbild des Burunduk dem Eichhörnchen, allerdings sind die sibirischen Streifenhörnchen weitaus kleiner.
Sibirisches Streifenhörnchen – Verhalten
Das Sibirische Streifenhörnchen (Burunduk) ist ein tagaktiver Einzelgänger, der vornehmlich in den frühen Morgenstunden unterwegs ist. Die Tiere sind quirlig und flink und vor allem auf Bäumen unterwegs. So kann der Burunduk beispielsweise problemlos an Baumstämmen auf- und ablaufen. Gefressen wird häufig auf den Hinterbeinen, wobei das Futter in den Vorderpfoten gehalten wird.
Obwohl Einzelgänger, verbringt der Burunduk die Winterruhe oft paarweise. Vor dieser sammeln die Tiere instinktiv Futter und vergraben es. Es ist möglich, dass es während dieser Zeit zu Aggressivität beim Burunduk kommt. Dies ist jedoch kein Grund zur Besorgnis.
Sibirisches Streifenhörnchen – Haltung als Haustier
Wie erwähnt ist das Sibirische Streifenhörnchen ein Einzelgänger, kann bei ausreichendem Platzbedarf jedoch theoretisch auch paarweise gehalten werden. Hierzu ist jedoch wirklich sehr viel Platz notwendig und es müssen viele Rückzugsmöglichkeiten vorhanden sein.
Um Nachwuchs zu vermeiden, empfiehlt sich die Haltung von gleichgeschlechtlichen Paaren. Allerdings muss bei Streitigkeiten sofort eingegriffen werden und es ist in dieser Haltungsform auch möglich, dass die Tiere zu markieren beginnen. Anfänger in der Hörnchenhaltung sind damit häufig überfordert.
Burunduk – Käfig
Der Käfig für das Sibirische Streifenhörnchen muss über eine Grundfläche von mindestens einem Quadratmeter bei zwei Metern Höhe verfügen. Empfehlenswert ist ein 30 Zentimeter hoher Boden, aufgefüllt mit Kleintierstreu und Erde.
Daneben benötigen die Streifenhörnchen zahlreiche Klettermöglichkeiten, mehrere Schlafhöhlen und Futternäpfe (für jedes Futter einen), einen Wassernapf oder eine Trinkflasche sowie Nistmaterial. Rinde und Steine runden die Käfigausstattung ab.
Der Käfig sollte hell stehen, aber nicht in der prallen Sonne oder Zugluft. Lärm oder der Fernseher in unmittelbarer Nähe zum Käfig sollte auch vermieden werden.
Neben dem Käfig benötigt der Burunduk regelmäßigen Freilauf in der Wohnung, um seinen Bewegungsdrang zu befriedigen. Daher muss die Wohnung nagersicher gestaltet werden.
Sibirisches Streifenhörnchen – Ernährung
In freier Wildbahn ernährt sich der Burunduk von Nüssen, Samen, Beeren und Obst, aber auch Insekten, Frösche und der Inhalt von Vogelnestern stehen hin und wieder auf dem Speiseplan. In der Haustierhaltung hängt die Ernährung zu einem Großteil von den Haltungsbedingungen ab. So benötigen Streifenhörnchen in Außenhaltung mehr fettreiche Saaten als solche, die nur in der Wohnung gehalten werden.
Vor der Winterruhe benötigen auch “Wohnungshörnchen” mehr fettreiche Nahrung, um sich ein Fettpolster für die Winterruhe anzufressen. Hier kommt beispielsweise ein großer Anteil an Sonnenblumenkernen in Betracht.
Ansonsten eignet sich Großsittichfutter mit wenigen Sonnenblumenkernen und verschiedenen Getreidesorten. Auch Nüsse (mit und ohne Schale) können gegeben werden, allerdings sollte man besonders bei Erdnüssen auf Pilzbefall achten. Obst und Gemüse eignet sich als Frischfutter, allerdings wird Obst oft besser vertragen. Bei Steinobst sollten die Steine entfernt werden.
Besonders nach der Winterruhe oder in der Zucht sollte mehr tierisches Eiweiß gegeben werden. Hier eignen sich Lebendfutter (z. B. Mehlwürmer) Insektenfutter für Ziervögel und selten gekochte Eier. Bei Milchprodukten gibt es geteilte Meinungen, da viele Burunduks eine Laktoseunverträglichkeit aufweisen.
Dazu benötigen Sibirische Streifenhörnchen einen Salz-/Mineralleckstein und Sepiaschale.
Diese Informationen sind bei Weitem nicht ausreichend, um Burunduks artgerecht halten zu können.
Weitere Informationen gibt es z. B. auf:
http://gestreift.info
http://burunduk.xobor.de/t29f23-Wichtige-ueberlegungen-vor-der-Anschaffung-eines-Streifenhoernchens.html
Bild: Siberian chipmunk in Korea von Photocapy unter der CC)
















Ach, die sind echt niedlich… Stimmt es, dass diese Tiere ihren Schwanz abschmeißen können, wenn sie Angst haben und in Gefahr sind? Ich habe das mal gehört, konnte das aber nicht so ganz glauben.
das bild ist aber süss =)
Wirklich sehr imposante Tierchen. Aber sicher nichts fürs heimische Kinderzimmer!!
Das sind ja süße kleine Tierchen. Aber ob sie wirklich als Haustiere geeignet sind, wage ich mal zu bezweifeln… aber hübsch anzuschauen sind sie natürlich schon ;)
die dinger sind sowas von flink =) aber einfach süss anzusehen…
Oh man die sind ganz schön empfindlich – man muss sehr mit dem Futter aufpassen. Vor alles beißen die manchmal – sind halt nicht so gut als Haustierchen geeignet aus meiner Sicht