Aus Streichelzoos bekannt – die Westafrikanische Zwergziege

In fast jedem Tierpark findet man sie, meist umringt von zahlreichen Kindern, die die lebhaften, verschmusten Zwergziegen streicheln und füttern. Aber auch in die Haustierhaltung hat die Westafrikanische Zwergziege (Capra hircus) bereits vor vielen Jahren Einzug gehalten. Grund genug, sich diese agilen Tiere einmal ein wenig genauer anzusehen.

Westafrikanische Zwergziege – Herkunft

Die Westafrikanische Zwergziege kommt ursprünglich aus den feuchten Regionen Westafrikas (Kamerun) und verbreitete sich von dort über den Balkan auch in Asien, Amerika und Europa. Auch bei den alten Ägyptern sollen bereits Zwergziegen gehalten worden sein. Mitte des 17. Jahrhunderts sollen die Zwergziegen dann von Afrika nach Europa gelangt sein, allerdings wurde das erste Herdbuch in Deutschland erst 1996 eingerichtet.

Die Verzwergung der alten Hausziegenrasse, die eine Lebenserwartung von etwa 10 bis 15 Jahren besitzt, ist auf die schlechten Umweltbedingungen in ihrer usprünglichen Heimat zurückzuführen. Die Ernährung in freier Wildbahn besteht zum größten Teil aus Gräsern, Laub und Rinde.

Westafrikanische Zwergziege – Aussehen

Die kleinen Ziegen besitzen einen eher gedrungenen Körperbau mit einem gedrungenen, kurzen, breiten Kopf und kurzen Beinen. Die Ohren der Paarhufer stehen aufrecht, sowohl männliche als auch weibliche Tiere tragen Hörner, wobei das Gehörn der Böcke säbelförmig ausgebildet ist und eine Länge von bis zu 30 Zentimetern erreichen kann. Die Hörner der weiblichen Tiere sind sichelförmig und erreichen eine Länge von bis zu 20 Zentimeter.

Das kurzhaarige Fell der Westafrikanischen Zwergziege ist meist gescheckt in den Farben schwarz, weiß, grau und braun. Aber auch einfarbige Tiere kommen vor. Zugelassen sind alle Farben.

Weibliche Tiere erreichen eine Größe von 40 bis 45 Kilogramm und ein Gewicht von 20 bis 25 Kilogramm. Die Böcke werden bis zu 50 Zentimeter groß bei einem Gewicht von 30 Kilogramm.

Westafrikanische Zwergziegen – Verhalten

Die Zwergziegen gelten als vorwitzig, lebhaft und verschmust, was sie so anziehend für Kinder und Liebhaber der Rasse machen dürfte. Dabei sind die Tiere robust und wenig anfällig gegen Krankheiten bei geringen Futteransprüchen.

Westafrikanische Zwergziegen – Fortpflanzung und Nachwuchs

Die Westafrikanische Zwergziege besitzt einen asaisonalen Fortpflanzungszyklus, was bedeutet, dass die Deckung nicht auf bestimmte Zeiten im Jahr beschränkt ist. Nach einer Tragzeit von fünf bis fünfeinhalb Monaten kommen meist zwei, oft auch drei Kitze mit einem Gewicht zwischen 0,8 und 1,4 Kilogramm zur Welt. Im Schnitt lammt die Westafrikanische Zwergziege, die mit etwa sieben Monaten geschlechtsreif wird, dreimal in zwei Jahren.

Westafrikanische Zwergziegen – Verwendung in der Landwirtschaft

In ihrer Heimat werden die Zwergziegen vor allem zur Fleischproduktion gehalten. Die Milchleistung der Tiere ist relativ gering und nimmt nur eine untergeordnete Rolle ein. Die Westafrikanische Zwergziege zeichnet sich durch Schnellwüchsigkeit und gute Bemuskelung aus.

In Pferdestellen werden Westafrikanische Zwergziegen traditionell als Kameraden von Pferden gehalten. Der Stallbock soll nach alter Überlieferung den Pferdestall auch vor Krankheiten bewahren.

By Appaloosa (Own work) [GFDL or CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Discuss - 2 Comments

  1. Anja sagt:

    Für die Kinder ist so ein Streichelzoo einfach klasse und man findet ihn ja Gott sei Dank in fast allen Zoo´s in Deutschland.

  2. Tamika sagt:

    Ach diese Ziegen sind so toll, vor allem im Streichelzoo sorgen sie für viel Spaß und Action. Ein schöner Bericht mit vielen Informationen über diese tollen Tiere.

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