Heute ist Welttierschutztag. Anlässlich dieses Tages ruft die Tierschutzorganisation Vier Pfoten dazu auf, beim Kauf von Winterkleidung mit Pelz die Augen offen zu halten, um die grausame Pelzindustrie nicht aus Versehen zu unterstützen. Die Informationen der Organisation zum Thema Winterjacken mit Pelz und Daunen möchte ich meinen Lesern nicht vorenthalten.
Denn schließlich sollen auch Sie Echtpelz und Kunstpelz voneinander unterscheiden können.
Viele Käufer lehnen zwar die Pelzindustrie ab, kaufen aber dennoch Kleidung mit Echtpelz, da sie der Meinung sind, dass es sich um Kunstpelz handelt, da keine Kennzeichnungspflicht für die Produkte besteht und der Verbraucher so nicht nachvollziehen kann, wo der Pelz herkommt und welches Tier dafür sein Leben lassen musste. Häufig sind es nicht „nur“ Nerze und Füchse, sondern gar Hund und Katze, die als Pelzbesatz an der Kleidung landen.
Jedoch stellt nicht nur der Pelz ein tierschutzrelevantes Problem dar, sondern auch die Daunen, die in den beliebten Daunenjacken zu finden sind. Was viele nicht wissen, gerade in Osteuropa werden die Daunen für die Jacke nicht von toten Tieren genommen, sondern es werden qualvoll lebende Gänse gerupft, teilweise bis zu viermal in einem Jahr.
Zwar ist das illegal, aber dennoch wird der Lebendrupf in beträchtlichem Umfang betrieben. Als Verbraucher kann man nicht nachprüfen, woher die Daunen denn nun stammen, weshalb beim Kauf von Daunenjacken stets die Gefahr besteht, dass man diese Tierquälerei unterstützt.
Daher ist es das Beste, auf den Kauf von Pelz und Daunen zu verzichten und auch bei Spielzeug und Heimtierartikeln auf Produkte ohne Echtpelz zu achten. Wer auf Pelz nicht verzichten möchte, der sollte zumindest genau überprüfen, ob es sich bei dem gewünschten Produkt um Echtpelz oder Kunstpelz handelt.
Dies können Sie durch vier einfache Tests erledigen:
1) Ziehen Sie die oberen Haare des Pelzes auseinander und prüfen Sie nach, ob eine Unterwolle zu sehen ist. Ist dies der Fall, dann handelt es sich um Echtpelz.
2) Echtpelz wird mitsamt dem der Haut der Tiere (Leder) verarbeitet. Indem Sie prüfen, ob sich unter dem Pelz Leder oder ein künstlicher Stoff befinden, können Sie so Echtpelz erkennen.
3) Der Wind-Test kann ebenfalls dazu eingesetzt werden, um Echtpelz und Kunstpelz zu unterscheiden. Blasen Sie ganz leicht über den Pelz und sehen Sie, ob sich die Haare bewegen. Wenn ja, ist es wahrscheinlich echter Pelz den Sie vor sich haben.
4) Verbrennen Sie ein paar Haare des Pelzes. Riecht das Ergebnis synthetisch und verschmelzen sie zu kleinen Klumpen, dann handelt es sich um Kunstpelz. Wenn die Haare zerfallen und nach verbrannten Haaren riechen, ist es Echtpelz.
Wie Sie sehen ist es gar nicht so schwer, das Leid dieser Tiere zu verhindern.
Daher: Augen auf beim Kauf von Winterkleidung!
Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auf der Internetseite der Vier Pfoten.
(Bild: Playful mink von Sugarmonster unter der CC)















