Genau genommen, stellt der Asil-Araber keine eigene Araberrasse dar, sondern gehört zu den arabischen Vollblütern. Dennoch werden auch diese Pferde Teil dieser Artikelserie sein. Als Asil-Araber oder auch Originalaraber gelten nur die arabischen Vollblüter, die nachweislich rein gezogen wurden und deren Abstammung auch lückenlos nachverfolgt werden kann. Asil-Araber tragen also kein Fremdblut in sich und gehen auf die ursprünglichen Araber der Beduinen zurück.
Von diesen Pferden gibt es nur recht wenige, so sind derzeit von etwa 600.000 Vollblutarabern nur 1000 Tiere nachweislich asil gezogen worden und dürfen mit Fug und Recht die Bezeichnung Asil-Araber tragen. Hauptzuchtstätte der Pferde ist das Staatsgestüt El Zahraa in Ägypten, jedoch gibt es auch in anderen Teilen der Welt Züchter, die sich der Zucht des reinen Arabers verschrieben haben. Die meisten asilen Araber werden aber verständlicherweise im Nahen Osten und auf der Arabischen Halbinsel gezüchtet.
Aussehen
Asil-Araber besitzen oft den bei Vollblutarabern häufigen Hechtkopf mit ausdrucksvollen, großen Augen. Die Ohren und das Maul sind klein, die Nüstern groß. Der Hals ist gut angesetzt. Ein harmonischer Rumpf sowie trockene Gließmaßen und kleine, feste Hufe gehören ebenfalls zum Zuchtziel. Schimmel kommen bei Asil-Arabern häufig vor, aber auch alle anderen Grundfarben sind möglich. In der Regel liegt das Stockmaß dieser Pferde zwischen 1,49 und 1,55 Meter.
Charakter
Der Asil-Araber gilt als ausdauernd, hart, intelligent, sensibel und zutraulich.
Verwendung
Durch seine besondere Härte und Ausdauer ist der Asil-Araber prädestiniert für den Einsatz im Distanzreiten. Darüber hinaus werden Asil-Araber auch gerne in Dressur und Rennen geritten und kommen ebenso häufig als Freizeit- und Westernreitpferde zum Einsatz. Viele Asil-Araber dienen auch als Showpferde.
(Bild: Asil Arabian Mare AC2008 0001 von Alexander Kastler unter der CC)















